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Was muss bei der Asbest Entsorgung beachtet werden?

Redaktionsteam
12. September 2022

Asbest wurde bis in die 1990iger Jahre in Gebäuden verbaut, obwohl man bereits mehr als zehn Jahre zuvor wusste, dass der Baustoff krebserregend ist. Noch heute gibt es Gebäude, bei denen in den Böden, Decken oder Wänden Asbest enthalten ist. Außerdem wurden häufig asbesthaltige Dachbeläge und Dämmmaterialien verwendet. Solange die Asbestplatten nicht beschädigt und keine Fasern freigesetzt werden, besteht keine Gefahr für die Gesundheit. Wird jedoch eine Sanierung des Hauses durchgeführt und die Asbestplatten entfernt, müssen bei der Entsorgung des gefährlichen Baustoffs strenge Vorschriften beachtet werden. Außerdem ist das Entfernen notwendig, wenn sich Asbestfasern lösen und die Atemluft kontaminieren.

Ist Asbest tatsächlich gesundheitsschädigend?

Asbest besteht aus feinsten Mineralfasern und wurde in Gebäuden, deren Bau vor Oktober 1993 begonnen wurde, in Wand- und Deckenplatten, Dämmmaterialien, Dacheindeckungen, Putzen, Fliesenklebern oder Spachtelmassen verwendet. Solange die Baustoffe unbeschädigt sind, geht von Asbest keine Gesundheitsgefahr aus. Lösen sich allerdings die Mineralfasern und werden eingeatmet, verursacht Asbest schwerwiegende und in vielen Fällen sogar tödliche Erkrankungen wie Rippenfell- oder Lungenkrebs. Fachleute unterscheiden zwischen fest gebundenen Asbeststoffen wie Asbestzement und schwach gebundenen Asbeststoffen wie Asbestpappe. Von den schwach gebundenen Asbeststoffen geht eine permanente Gefährdung aus, weil sich feinste Staubpartikel lösen, die eingeatmet werden. Bis heute sind die meisten Berufskrankheiten mit Todesfolge asbestbedingt. Noch 30 Jahre nach dem Einatmen der Substanz treten Krebserkrankungen auf.

Asbest ist mittlerweile als eindeutig krebserregend eingestuft und gilt als Gefahrstoff. Der Umgang mit diesem Stoff unterliegt deshalb gesetzlichen Vorschriften. Bei der Entsorgung müssen Stäube vermieden und Schutzmaßnahmen für die an der Sanierung beteiligten Personen ergriffen werden. Alle kontaminierten Baustoffe werden als Sondermüll entsorgt. Privatpersonen dürfen die Sanierung nicht selbst vornehmen, sondern müssen einen zertifizierten Betrieb mit dem Entfernen und der Entsorgung beauftragen.

Wie kann eine Asbestbelastung festgestellt werden?

Da der gefährliche Baustoff weder Strahlung noch Gerüche absondert, ist es nicht einfach zu erkennen, ob eine Asbestbelastung vorliegt. Aufgrund seiner weiten Verbreitung liegt es jedoch nahe, dass Gebäude, die älter als 30 Jahre sind, mit dem Gefahrenstoff belastet sind. Ein Asbest-Test verschafft dir Gewissheit. Der Test ist als Raumlufttest oder als Materialtest verfügbar. Spezialisierte Anbieter stellen dafür Test-Kits zur Verfügung, bei denen entweder eine Materialprobe oder Staub aus dem Raum in einem Proberöhrchen gesammelt und eingeschickt wird.

 

 
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