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Lohnt sich der Einbau einer Zisterne?

Redaktionsteam
10. August 2022

Zisternen sind unterirdische Wasserspeicher, in denen Regenwasser aufgefangen wird, um die Verschwendung von Trinkwasser bei der Gartenbewässerung zu vermeiden. Große Zisternen decken sogar den Bedarf des Haushalts an Grauwasser und entlasten damit das Trinkwassersystem in doppelter Hinsicht. Zisternen werden seit Jahrhunderten im Mittelmeerraum verwendet, um die Wasserversorgung in regenarmen Gebieten sicherzustellen. Aufgrund des Klimawandels kommt es auch in Deutschland immer öfter zu Trockenperioden. Mit einem Wasserspeicher kann man die Bewässerungsanlage selbst in Zeiten großer Trockenheit ohne schlechtes Gewissen zum Wässern des Rasens, der Gemüsebeete und Blumen nutzen.

Welche Vorteile bietet ein unterirdischer Wasserspeicher?

Die Nutzung von Regenwasser spart Geld, denn du reduzierst damit deine Wasser- und Abwasserrechnung. Unterirdische Speicher punkten zudem mit Nachhaltigkeit und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz. Da weniger Trinkwasser verbraucht wird, sinkt der Grundwasserspiegel während trockener Perioden nicht so stark ab. Das bedeutet wiederum eine Entlastung des gesamten Wasserkreislaufs. In Gebieten, die besonders oft von Hochwasser betroffen sind, sorgen die Wasserspeicher dafür, dass das Wasser bei Starkregen besser abläuft. Es lohnt sich also, das Regenwasser vom Dach über die Dachrinne und das Fallrohr durch einen Filter, der den Grobschmutz beseitigt, in eine Zisterne zu leiten. Der Speicher kann sowohl direkt beim Neubau eingebaut als auch in Bestandsbauten nachgerüstet und mit der Bewässerungsanlage verbunden werden.

 

Welche Typen von Zisternen werden unterschieden?

Betonzisternen sind besonders robust und sogar befahrbar, sodass der Wasserspeicher für die Bewässerungsanlage unter Einfahrten eingebaut werden kann. Aufgrund des hohen Gewichts wird für den Einbau allerdings ein Kran benötigt und auch die Installation der tonnenschweren Wassertanks ist schwieriger als die einer Kunststoffzisterne. Außerdem benötigen Kunststoffzisternen eine geringere Einbautiefe und die Reinigung dieser Wasserspeicher ist einfacher. Betonzisternen sind jedoch auftriebssicherer, was insbesondere in Gegenden mit hohem Grundwasserspiegel vorteilhaft ist. Darüber hinaus neutralisieren Zisternen aus Beton Säure und optimieren somit die Qualität des Regenwassers.

Was muss beim Einbau der Zisterne beachtet werden?

Unabhängig davon, ob die Wahl auf eine Zisterne aus Beton oder aus Kunststoff fällt, solltest du auf eine monolithische Ausführung, also auf einen nahtlosen Guss des Wasserspeichers, achten. Informiere dich vorher, ob das Dach deines Hauses für die Sammlung und Ableitung von Regenwasser geeignet ist. Zisternen lohnen sich vor allem bei einem hohen Wasserverbrauch, wobei das Wasser nicht nur für die Bewässerungsanlage im Garten, sondern auch für die Toilettenspülung und die Waschmaschine verwendet werden kann. Hinsichtlich der Speicherkapazität gilt die Faustformel, dass man pro 25 Quadratmeter Dachfläche ein Volumen von 1.000 Litern benötigt. Für die Pumpe des Wasserspeichers ist elektrischer Strom erforderlich. Ist die Zisterne bereits gefüllt, fließt weiteres Regenwasser in den Überlauf, der mit einer Versickerungsanlage oder mit der Kanalisation verbunden ist.

 

 
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