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Erweiterung der PV-Anlage – Was ist zu beachten?

Redaktionsteam
16. März 2022

Wer bereits eine PV-Anlage besitzt, kann diese problemlos erweitern, um einen steigenden Energiebedarf mit erneuerbaren Energien zu decken. Du bist auf E-Mobilität umgestiegen oder benötigst mehr Elektrizität, weil die Familie wächst? Es gibt verschiedene Gründe, die zu einem höheren Energiebedarf führen. Was du bei der Erweiterung deiner Photovoltaik Anlage beachten solltest, erfährst du hier. Wenn es darum geht, einen zuverlässigen Fachbetrieb für die konkrete Umsetzung des Projekts zu finden, bist du hier ebenfalls genau richtig. Mit der cleveren Handwerker-Suche bei be.connect findest du kompetente Fachpartner in deiner Nähe.

Wie kann man eine PV-Anlage erweitern?

Bei der Erweiterung der Photovoltaik Anlage ist die Frage zu beantworten, wo die zusätzlichen Solarmodule installiert werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für das Nachrüsten der PV-Anlage und die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien.

Erweitere deine Photovoltaik Anlage um Solarmodule:

Photovoltaik Anlage auf dem Dach erweitern: Das Nachrüsten neuer Module auf dem Dach ist die naheliegendste Alternative, um die PV-Anlage zu erweitern. Es sind bereits alle Anschlüsse und die notwendigen Komponenten der PV-Anlage installiert. Bei der Auswahl der Solarmodule ist die Kompatibilität entscheidend. Optimale Ergebnisse werden allerdings lediglich bei baugleichen Solarmodulen erzielt. Außerdem ist zu beachten, dass sich der Aufwand des Nachrüstens nur lohnt, wenn noch genügend Dachfläche vorhanden und damit der Ertrag aus den erneuerbaren Energien ausreichend hoch ist. Darüber hinaus muss vor der Installation der neuen Solarmodule sichergestellt werden, dass die Tragfähigkeit des Daches der zusätzlichen Belastung standhält. Ist dies nicht der Fall, kann eine andere Fläche zur Erweiterung der PV-Anlage genutzt werden.

Befestigung der Solarmodule an der Fassade: Es stehen mittlerweile verschiedene optisch ansprechende Lösungen für das Nachrüsten der PV-Anlage an der Hauswand zur Verfügung. Die Effizienz ist zwar aufgrund der im Vergleich zum Dach suboptimalen Ausrichtung der Module geringer und liegt im Durchschnitt bei 70 bis 80 Prozent. Dieser Nachteil wird jedoch durch die einfachere Montage ausgeglichen. Wenn dein Haus nicht von Schattengebern umzingelt ist, kann sogar eine optimale Stromausbeute realisiert werden.

Nachrüsten von Solarmodulen auf einem Nebengebäude: Es ist ebenfalls möglich, das Dach der Garage, des Carports oder des Gartenhauses für die Erzeugung von Elektrizität aus erneuerbaren Energien zu nutzen. Die Montage der Solarmodule erweist sich auf Flachdächern als besonders einfach und bietet flexible Möglichkeiten, Photovoltaik Anlagen zu optimieren. Bei dieser Variante sollte vorher die Statik des Nebengebäudes hinsichtlich der Tragfähigkeit überprüft werden.

PV-Anlage auf dem Terrassendach erweitern: Oft sind Terrassen nach Süden ausgerichtet, sodass auf dem Terrassendach sehr gute Bedingungen herrschen, um Solarstrom aus erneuerbaren Energien herzustellen. Der Solarstrom kann perfekt für die Gartenbeleuchtung, den Elektrogrill, elektrische Gartengeräte oder die Sound-Anlage genutzt werden. Informiere dich vor der Entscheidung für diese Variante bei einem Fachbetrieb darüber, wie hoch der zu erwartende Stromertrag ist. Hinsichtlich der Lichtdurchlässigkeit des Daches sind Sorgen unbegründet, denn moderne Klarglas-Solarmodule lassen ausreichend Licht durch.

Solarzaun – innovative Variante der Nutzung erneuerbarer Energien: Ein moderner Solarzaun bietet dir die Möglichkeit, Sichtschutz, Lärmschutz und Windschutz sowie die Nutzung erneuerbarer Energien zu kombinieren und gleichzeitig dein Grundstück ästhetisch einzugrenzen.

Welche Komponenten der PV-Anlage müssen angepasst werden?

Es reicht nicht aus, neue Solarmodule zu installieren und diese durch Solarkabel mit dem bestehenden System zu verbinden. Der Wechselrichter muss ebenfalls betrachtet und in der Regel ausgetauscht bzw. erweitert werden. Alle Arbeiten an der PV-Anlage müssen dabei von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Dieser wird dich außerdem darüber informieren, ob das Anmieten eines zweiten Einspeisezählers erforderlich ist.

Welche rechtlichen Konsequenzen hat die Erweiterung?

In den meisten Fällen wird das Nachrüsten juristisch als Neuanlage betrachtet, denn es genügt nicht, dass sich die zusätzlichen Module auf dem gleichen Grundstück befinden. Erfolgt die Erweiterung mehr als zwölf Monate nach Inbetriebnahme der ersten PV-Anlage, handelt es sich rechtlich um eine Neuanlage und es besteht kein Anrecht auf die ursprüngliche Einspeisevergütung. Die EEG-Vergütung wird in diesem Fall neu berechnet. Für den neuen Teil deiner Photovoltaik Anlage wird dann nur eine niedrigere EEG-Vergütung bezahlt. Darüber hinaus muss eine Neuanlage zwingend bei der Bundesnetzagentur, beim Finanzamt sowie beim Netzbetreiber angemeldet werden. Ob du für die Erweiterung eine finanzielle Förderung beantragen kannst, erfährst du in unserer smarten be.connect Fördermittel-Suche.

 
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