Fußbodenheizung: Funktionsweise, Vor- und Nachteile sowie Tipps für Bauherren

Redaktionsteam
27. September 2021

Vorläufer unserer modernen Fußbodenheizungen waren bereits den Römern bekannt, die vor mehr als 2.000 Jahren ihre Thermen sowie Häuser mit heißer Luft beheizten und dafür einen Heizraum unter dem Fußboden nutzten. Den Luxus, an kalten Tagen über einen angenehm warmen Boden zu laufen, kannst du dir heute problemlos mit einer Fußbodenheizung erfüllen. Diese Art der Heizung gehört zu den Flächenheizungen, denn sie nutzt die gesamte Bodenfläche und nicht einzelne Heizkörper, um die Räume zu heizen. Wenn du beim Neubau deines Hauses oder bei der Sanierung deines Altbaus vor der Entscheidung für ein bestimmtes Heizungssystem stehst, hilft eine fachmännische Beratung weiter. In unserer Heimwerker-Suche findest du eine Liste zuverlässiger Fachpartner in deiner Region, die dich über die verschiedenen Arten von Heizungen informieren und den Einbau der Fußbodenheizung übernehmen.

Wie funktioniert eine Fußbodenheizung?

Für eine optimale Funktionsweise der Bodenheizung ist der Aufbau entscheidend. Die Aufbauhöhe beträgt im Durchschnitt 92 Millimeter und die Heizung besteht aus einem System von Rohrleitungen, das auf der Betondecke verlegt wird. Wenn warmes Wasser durch das Rohrsystem fließt, wird die Wärmeenergie an den Estrich abgegeben und von dort an den Bodenbelag und in den Raum weitergeleitet. Je enger die Rohrleitungen verlegt werden, desto größer ist die Heizwirkung im betreffenden Bereich. Die Bodenheizung verfügt über wesentlich größere Heizflächen als ein Heizkörper und ist deshalb besonders effizient. Der Verlust bei der Wärmeverteilung ist niedriger und erneuerbare Energiequellen wie Solaranlagen oder Wärmepumpen steigern zusätzlich die Effizienz der Bodenheizung. Die Temperaturregelung der Fußbodenheizung erfolgt über ein Raumthermostat oder über Thermostate am Heizkreisverteiler. Wenn eine Nachtabsenkung gewünscht ist, solltest du beachten, dass dieses Heizungssystem eine längere Vorlaufzeit beim Heizen benötigt, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist.

Die Fußbodenheizung besteht aus den folgenden Komponenten: Dämmende Unterlage / Trägersystem für die Rohrleitungen / Rohrleitungen / Heizestrich (als Wärmespeicher und Verteilschicht).

Welche Heizquelle ist am besten geeignet?

Die Fußbodenheizung kann mit einer Gastherme, mit einer Solaranlage, aber auch mit einer Wärmepumpe oder einem kombinierten Heizsystem betrieben werden. Besonders energieeffizient arbeitet die Bodenheizung in Verbindung mit einer Wärmepumpe, wenn die Relation von Raumgröße und Heizkörpervolumen niedrige Vorlauftemperaturen ermöglicht. Mit der Wärmepumpe kann außerdem im Sommer kühles Wasser aufbereitet werden, um die Bodenheizung zur Kühlung des Hauses zu nutzen.

Kann man eine Fußbodenheizung nachträglich einbauen?

Du kannst einen Altbau und sogar denkmalgeschützte Gebäude mit einer Bodenheizung nachrüsten. Beim Nachrüsten wird anders als bei der Installation der Heizung in einen Neubau kein Nass-Estrichsystem gewählt, denn dafür ist eine Aufbauhöhe von sieben bis zehn Zentimeter erforderlich. Die Bodenheizung lässt sich jedoch auch im Trockenbau nachrüsten. Dabei werden die Heizungsrohre in baubiologisch geprüften Gipsfaserplatten eingebettet, die nicht einmal zwei Zentimeter dick sind und einfach auf dem bestehenden Estrich verlegt werden.

Welche Vor- und Nachteile hat das Heizen mit einer Fußbodenheizung?

Heizen mit einer Bodenheizung wird als besonders angenehm empfunden, denn der Raum wird gleichmäßig erwärmt. Das Heizen erfolgt durch Strahlungswärme, die nicht die Umgebungsluft, sondern feste Körper erwärmt. Der Effekt gleicht der Sonnenstrahlung. Außerdem empfinden die meisten Menschen das Laufen über einen warmen Boden als besonders angenehm. Im Estrich verlegte Heizungen sind hervorragende Wärmespeicher und das führt zu einer optimalen Energieeffizienz und damit zur Senkung der Heizkosten um bis zu 25 Prozent. Ein weiterer Vorteil ist das gesunde Raumklima, denn die Heizung führt nicht zu Staubaufwirbelung und die trockene Heizungsluft am Boden verhindert die Verbreitung von Hausstaubmilben oder Schimmelpilzsporen. Viele Nutzer nennen auch die Tatsache, dass keine störenden Heizkörper im Raum installiert werden, als Vorteil.

Nachteilig sind die höheren Kosten eines Einbaus der Bodenheizung im Rahmen einer Sanierung. Beim Neubau unterscheiden sich die Kosten hingegen kaum von denen einer konventionellen Heizung. Da Fußbodenheizungen eine große Fläche erwärmen, benötigen sie eine längere Vorlaufzeit, sodass es länger dauert, bis die gewünschte Temperatur im Raum erreicht wird. Ein weiterer Nachteil ist der höhere Aufwand und die damit verbundenen höheren Kosten im Fall einer Reparatur.

Für den Einbau energieeffizienter Heiztechnik kannst du sowohl bei einem Neubau als auch bei einer Altbausanierung Fördermittel beantragen. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Förderprogramme infrage kommen, erfährst du in unserer be.connect Fördermittel-Suche. Bei der Beantragung der Fördermittel kannst du dich außerdem von dem Fachbetrieb, den du mit dem Einbau der Bodenheizung beauftragst, unterstützen lassen.

 
Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Dich optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Technisch nicht notwendige Cookies werden nur gesetzt, wenn du hierzu deine Einwilligung gegeben hast. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhältst du in unserer Datenschutzerklärung.

Schließen

Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstützt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen einen der folgenden Browser zu verwenden: