Wie kann man Schimmelbildung im Haus vermeiden?

Redaktionsteam
08. Juli 2020

Schimmel im Haus ist nicht nur ein optisches Problem. Wenn Sie Schimmelbefall feststellen, sollten Sie schnell handeln. Durch Schimmel werden einerseits gesundheitliche Probleme verursacht und andererseits die Bausubstanz beschädigt. Bei ausgedehntem Schimmelbefall ist es sinnvoll, sich in einem Fachbetrieb beraten zu lassen und diesen mit der gründlichen Beseitigung des Schimmels zu beauftragen.

Wie entsteht Schimmel in der Wohnung?

Schimmelbildung in Wohngebäuden ist ein weitverbreitetes Problem, das 20 Prozent aller Wohnungen betrifft. Schimmel breitet sich vorzugsweise in einer feuchten Umgebung aus. Es ist also wichtig, die Ursachen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu finden, um Schimmel dauerhaft zu beseitigen. Übermäßige Feuchtigkeit in Wohnungen entsteht aus verschiedenen Gründen:

  • Undichte Stellen am Dach oder der Dachrinne
  • Rohrbrüche / Überschwemmungen
  • Mauerrisse
  • Restfeuchte nach Baumaßnahmen
  • Mangelnde Belüftung und/oder Heizung der Räume

 

Die ersten vier Gründe für die Ausbreitung von Schimmel müssen durch bauliche Maßnahmen oder eine professionelle Trocknung der Wände behoben werden. Mangelnde Belüftung ist jedoch eine Ursache, die nur durch eine Veränderung der Lebensgewohnheiten oder den Einbau einer Lüftungsanlage beseitigt werden kann. Alltägliche Dinge wie Kochen, Duschen oder das Gießen der Zimmerpflanzen führen zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit. Sogar die bloße Anwesenheit der Bewohner begünstigt Schimmelbildung, denn auch Schwitzen und Ausatmen lassen die Luftfeuchtigkeit steigen. Hier können Sie sich online darüber informieren, welche be.connect Partner in Ihrer Region den Einbau einer Lüftungsanlage übernehmen.

Wie kann man Schimmel vorbeugen?

Schimmel in der Wohnung kann man nur vermeiden, indem man die Luftfeuchtigkeit auf einem konstant niedrigen Niveau hält. Feuchte Oberflächen bilden den perfekten Nährboden für Schimmel. Ob es tatsächlich zu feucht ist, können Sie ganz einfach selbst mit Hilfe eines Hygrometers feststellen, einem kleinen Gerät, dass die Luftfeuchtigkeit in einem Raum misst. Feuchte Luft bildet auf kühlen Oberflächen sehr schnell Kondenswasser. Dadurch entsteht ein Feuchtigkeitsfilm auf Holz, Tapete, Gipskarton, Farbe, Lack, Zement oder Beton. Für die Schimmelbildung reicht es aus, wenn die Oberfläche eine relative Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent aufweist.

Sie können Schimmel vorbeugen, indem Sie darauf achten, richtig zu heizen und zu lüften. Regelmäßiges Stoßlüften sorgt dafür, dass verbrauchte Luft ausgetauscht wird, ohne dass die Fenster stundenlang gekippt werden. Ständig gekippte Fenster führen zum Entstehen von Wärmebrücken und begünstigen die Schimmelbildung an dieser Stelle. Wird zu wenig gelüftet, steigt die Luftfeuchtigkeit auch stark an und Schimmel entsteht.

Auf das Heizen sollte man ebenfalls achten, wenn man Schimmel vorbeugen möchten. Es ist wichtig, die Heizung tagsüber oder bei mehrtägiger Abwesenheit nicht völlig abzuschalten. Kühlen die Wände zu stark aus, kondensiert die Luftfeuchtigkeit schneller und das fördert die Ausbreitung von Schimmel.

Begünstigen moderne Wärmedämmverbundsysteme die Schimmelbildung?

Moderne Gebäude sind mit Wärmedämmverbundsystemen ausgestattet und somit nahezu luftdicht gedämmt. Aus diesem Grund schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor, dass Neubauten mit einer passiven oder aktiven Lüftungsanlage ausgerüstet werden. Damit wird ein Mindestluftaustausch sichergestellt und Schimmel vermieden. Sie können jedoch auch Bestandsbauten mit einem Lüftungssystem nachrüsten. Aktive Lüftungssysteme, die mit einem Ventilator gesteuert werden, sparen über die Wärmerückgewinnung sogar Energie ein. Diese Lüftungssysteme funktionieren automatisch ohne Nutzerunterstützung.

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