Sicherungskasten: Schaltzentrale Ihres Zuhauses

Redaktionsteam
10. Februar 2021

Der Sicherungskasten wird auch als Elektroinstallations-Verteiler bezeichnet und ist in jedem Haus und jeder Wohnung unverzichtbar. Dort wird die Elektrizität, die vom Zähler erfasst wurde, auf die verschiedenen Stromkreise verteilt. Neben dieser Verteilungsfunktion sorgt der Sicherungskasten dafür, dass die gesamte Elektroinstallation sicher ist, indem der Stromkreis bei jeder Gefährdung sofort unterbrochen wird. In diesem Fall spricht man umgangssprachlich davon, dass „eine Sicherung herausgeflogen ist“. In modernen Sicherungskästen erkennt man das Problem allerdings daran, dass sich die Schalter umgelegt haben. Es ist somit nicht mehr erforderlich, die defekte Sicherung durch eine neue zu ersetzen. In privaten Wohngebäuden ist der Sicherungskasten oft in den Zählerschrank integriert. Sicherungskästen sind in Deutschland normiert und müssen von einem Fachbetrieb abgenommen werden.

Einbau des Sicherungskastens: eine Aufgabe für Experten

Die Installation des Sicherungskastens ist eine Aufgabe für Experten. Gegen den Einbau durch einen Heimwerker spricht, dass dies ein Verstoß gegen geltendes Recht darstellt, Arbeiten am Stromkreis lebensgefährlich sind und die Versicherung im Schadensfall nicht haftet. Sie sollten deshalb einen Fachbetrieb mit der Installation des Sicherungskastens beauftragen. Die Handwerkersuche auf be.connect hilft Ihnen dabei, zuverlässige Fachpartner in Ihrer Region zu finden. Eine Neu-Installation erfolgt nicht nur beim Neubau eines Hauses, sondern wird auch bei umfangreichen Sanierungsprojekten notwendig. Heutzutage werden in einem Haushalt eine Vielzahl an Elektrogeräten genutzt. Die Sicherungskästen in Altbauten wurden dafür nicht konzipiert. Oft muss nicht nur der Sicherungskasten ausgetauscht werden, sondern es ist zusätzlich notwendig, neue Stromkreise zu installieren.

Wo darf ein Sicherungskasten angebracht werden?

Der Sicherungskasten wird im Hausanschlussraum (Kellerraum oder Hauswirtschaftsraum) untergebracht. Ist der Kellerraum nicht einfach zu erreichen, sollte man bei der Sanierung des Hauses einen anderen Ort wählen. Der Installationsort muss folgende Merkmale aufweisen:

  • auch im Notfall schnell erreichbar
  • ausreichend beleuchtet
  • ausreichend hoch, um Arbeiten und Bedienung im Stehen zu ermöglichen
  • genügend Platz für alle einzubauenden Geräte
  • Tür blockiert keinen Fluchtweg

 

Der Einbau des Sicherungskastens muss gemäß DIN VDE Norm Teil 1: „Bestimmungen für das Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V" erfolgen. Das Gehäuse besteht aus Isolierstoff, lackiertem Stahlblech, Edelstahl oder Aluminium. Die Montage ist „auf Putz“ oder „unter Putz“ möglich. Darüber hinaus ist das Gehäuse mit verschiedenen Schutzarten erhältlich, die beispielsweise einen Schutz vor Korrosion oder vor unbefugtem Zugriff garantieren.

Was passiert beim „Rausfliegen einer Sicherung“?

Viele Menschen schauen sich den Sicherungskasten in ihrer Wohnung zum ersten Mal näher an, wenn eine der Sicherungen „rausfliegt“. Das passiert, wenn der Stromkreis überlastet wird, weil zu viele Geräte gleichzeitig laufen oder weil die Stromleitung (z. B. durch Anbohren) beschädigt wurde. Eine weitere Ursache sind Kurzschlüsse in defekten Elektrogeräten. Nachdem die Ursache behoben wurde, kann der Sicherungsschalter einfach wieder umgelegt werden und der Strom fließt ungehindert. Wird statt einer einzelnen Sicherung immer wieder der FI-Schalter ausgelöst, sollten Sie alle Sicherungen ausschalten und dann zunächst nur den FI-Schalter aktivieren. Jetzt können Sie nacheinander die verschiedenen Sicherungen einschalten und so feststellen, bei welchem Stromkreis der FI-Schalter erneut ausgelöst wird. Ist dies bei jeder der Sicherungen der Fall, liegt die Ursache meist bei einem defekten Elektrogerät. Wenn die eigene Fehlersuche ohne Erfolg bleibt, sollten Sie einen Elektroinstallateur damit beauftragen, das Problem zu beheben.

 

Was ist bei der Installation des Hausanschlusses zu beachten?

Der Hausanschluss muss beim Stromversorger beantragt werden. Meist wird eine Öffnung in der Wand oder der Bodenplatte vorgesehen, durch die alle Anschlussleitungen für Strom, Gas, Trinkwasser sowie Telekommunikation verlegt werden (Mehrsparte). Diese Vorgehensweise ist besonders platz- und kostensparend. Beim Stromanschluss wird die Isolation der Leitung überprüft und anschließend erfolgt die Inbetriebnahme durch einen Elektroinstallateur, der den Sicherungskasten einbaut. Den Einbau des Stromzählers übernimmt anschließend der örtliche Versorger. In Einfamilienhäusern ist eine Hausanschlussnische im Hauswirtschafts- oder in einem Kellerraum ausreichend. Bei Gebäuden mit bis zu fünf Wohneinheiten ist eine Hausanschlusswand erforderlich und bei mehr als fünf Wohneinheiten ein Hausanschlussraum. Die Oberkante des Hausanschlusses darf maximal 1,5 Meter über dem Fußboden und die Unterkante muss mindestens 30 Zentimeter über dem Fußboden installiert werden. Zu den seitlichen Wänden muss ein Mindestabstand von jeweils 30 Zentimetern eingehalten werden. Außerdem ist ein Arbeits- und Bedienbereich von ebenfalls mindestens 30 Zentimetern vorgesehen.

 
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