Pool beheizen: Lohnt sich eine Poolheizung?

Redaktionsteam
31. Mai 2021

Wenn du deinen Pool beheizt, kannst du die Nutzungszeiten erheblich ausdehnen. Mit einer Poolheizung reicht die Badesaison im eigenen Garten von April bis September. Doch welche Art der Heizung ist empfehlenswert und mit welchen Kosten musst du beim Heizen rechnen?

Welche Arten der Poolheizung stehen zur Verfügung?

Ohne eine Heizung wäre der Swimmingpool ausschließlich im Hochsommer nutzbar. Du kannst zwischen folgenden Arten wählen, um deinen Pool zu beheizen:

  • Gasheizung/Wärmetauscher
  • Elektrische Poolheizung
  • Wärmepumpe
  • Heizen mit Solarenergie
  • Blockheizkraftwerk
  • Poolabdeckung

Gasheizung/Wärmetauscher: Der Wärmetauscher wird an die Hausheizung angeschlossen. Das kalte Wasser des Pools fließt in einem eigenen Kreislauf an den Rohren mit warmem Heizungswasser entlang und erwärmt sich dabei. Diese Art der Heizung ist für eine gelegentliche Nutzung geeignet - am Wochenende oder in einem Ferienhaus. Der Vorteil besteht darin, dass keine lange Aufheizphase notwendig wird. Außerdem sind die Betriebskosten niedrig und die Leistung sehr hoch. Nachteile bei dieser Art den Pool zu beheizen sind hohe Investitionskosten und eine aufwendige Installation.

Elektrische Poolheizung: Elektrisches Heizen ist eine Lösung, die sich ebenfalls für den gelegentlichen Einsatz eignet. Die Funktionsweise gleicht der eines Durchlauferhitzers. Vorteile sind die kompakte Bauweise und günstige Anschaffungskosten sowie das einfache Nachrüsten. Demgegenüber stehen relativ hohe Verbrauchskosten und hohe CO2-Emissionen, wenn Strom aus fossilen Energieträgern verwendet wird, um den Pool zu beheizen.

Wärmepumpe: Diese Art der Heizung ist sehr umweltfreundlich. Für Gartenpools werden meist Luftwärmepumpen verwendet. Der Einbau einer Wärmepumpe ist nicht aufwendig, aber teuer. Dafür kannst du mit dieser Heizung ganzjährig den Pool beheizen.

Heizen mit Solarenergie: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Pool mit Solarenergie zu erwärmen. In der einfachsten Form wird eine Solarfolie als Poolabdeckung genutzt. Damit wird der Wärmeverlust reduziert und gleichzeitig Sonnenenergie an das Wasser abgegeben. Diese Heizmethode ist jedoch wetterabhängig und birgt bei starker Sonneneinstrahlung die Gefahr, das Wasser zu stark aufzuheizen. Eine weitere Möglichkeit sind Solarringe, die auf der Wasseroberfläche liegen und dort direkt den Pool beheizen. Auch ein Solarschlauch, durch den das Wasser fließt und dabei erhitzt wird, ist eine Option. Beide Heizarten verursachen zwar keine Betriebskosten, sind jedoch stark wetterabhängig. Weniger wetterabhängig ist eine solare Poolheizung, bei der ein Kollektor oder ein Solarabsorber die Wärme auf das Poolwasser überträgt. Mit dieser Art der Heizung sorgst du klimaneutral und nachhaltig für angenehme Wassertemperaturen.

Blockheizkraftwerk: Ein kompaktes Mini-Blockheizkraftwerk eignet sich ebenfalls, um den Pool zu beheizen. Dabei wandelt ein Generator Strom in Wärmeenergie um. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird neben Wärmeenergie elektrische Energie erzeugt, die ins öffentliche Stromnetz eingespeist oder für den Eigenbedarf verwendet werden kann.

Poolabdeckung

Poolabdeckungen verhindern den Wärmeverlust, der bei einem offenen Pool sehr groß ist und ergänzen somit eine Poolheizung. Der Wärmeverlust ist bei einem offenen Pool zehnmal so hoch und es wird entsprechend aufwendiger und teurer, den Pool zu beheizen.

Welche Wassertemperatur ist ideal?

Für die meisten Menschen sind Wassertemperaturen zwischen 25 und 28 Grad optimal. Wenn kleinere Kinder im Pool baden, solltest du das Wasser ungefähr auf 30 Grad erwärmen, da die kleinen Badegäste schneller auskühlen. Den Pool längere Zeit auf mehr als 30 Grad zu erwärmen ist nicht empfehlenswert, da sich bei höheren Temperaturen Bakterien und Algen vermehren. Die meisten Poolheizungen schalten sich automatisch ab, wenn die gewünschte Temperatur erreicht wurde.

Pool beheizen macht Sinn!

Oder anders ausgedrückt, ohne eine entsprechende Heizung ist ein Außenpool in unseren Breitengraden kaum nutzbar. Du kannst eine Poolheizung nachrüsten oder von einer elektrischen Heizung auf ein umweltfreundliches solarbetriebenes Modell umrüsten. Am besten du lässt dich in einem Fachbetrieb beraten, um die passende Variante für deinen Pool zu finden. Die Kosten für das Heizen des Pools hängen von der gewählten Heiztechnik und der Größe des Pools sowie den Außentemperaturen ab. Wenn du die Heizungsanlage deines Hauses erneuerst und die Pool- mit der Hausheizung koppelst, kannst du für dieses Projekt vielleicht sogar Fördermittel beantragen. Ob du von der Förderung profitierst, erfährst du in unserer Rubrik be.connect Fördermittelsuche. Die dort zusammengestellten Informationen sind stets auf dem neuesten Stand.

 
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