Neues EU Energielabel für Haushaltsgeräte: Verbesserte Entscheidungshilfe

Redaktionsteam
24. Februar 2021

Wenn neue Haushaltsgeräte angeschafft werden, ist für viele Käufer der Stromverbrauch ein wichtiges Entscheidungskriterium. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2012 das derzeit gültige Energielabel eingeführt. Dort fanden Verbraucher Informationen zum Stromverbrauch und zum Wasserverbrauch. Energieeffizienzklassen ermöglichen den Vergleich verschiedener Geräte. Die Effizienzklassen reichten von A+++ (optimale Energieeffizienz) bis zu D (schlechteste Energieeffizienz). Im März 2021 tritt das neue Energielabel der EU in Kraft. Welche Auswirkungen hat die Veränderung des Energielabels konkret für die Kaufentscheidung? Wir empfehlen dir, vor allem beim Kauf der Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler die Beratung eines Fachhändlers zu nutzen. Mit der Expertensuche von be.connect findest du schnell zuverlässige Fachpartner in deiner Nähe, die dir mit kompetenter Beratung die Kaufentscheidung erleichtern.

Welche Veränderungen wurden beim neuen Energielabel vorgenommen?

Das neue EU Energielabel wird am 1. März 2021 eingeführt und ist zunächst für die folgenden Produktgruppen verpflichtend:

  • Waschmaschinen
  • Waschtrockner
  • Geschirrspülmaschinen
  • Gefriergeräte
  • Kühlschränke
  • Fernseher
  • Monitore

 

Nach einer Umstellungsfrist, die bis zum 18. März 2021 reicht, müssen sowohl im stationären Handel als auch im Online-Handel alle oben genannten Haushaltsgeräte mit den neuen Labeln ausgestattet werden. Lampen sind erst ab September 2021 von der Pflicht der Kennzeichnung mit dem neuen Energielabel betroffen. Für diese Produktgruppe gilt außerdem, dass anderthalb Jahre lang beide Label am Produkt anzubringen sind. Die Effizienzklassen der anderen Haushaltsgeräte werden aller Voraussicht nach ab 2024 geändert und für Heizungen ist eine Anpassung ab dem Jahr 2026 geplant.

Neue Effizienzklassen: höhere Anforderungen an den Stromverbrauch

Es entfallen die Plus-Kategorien bei den Effizienzklassen (beispielsweise A+++) und stattdessen gibt es für alle Haushaltsgeräte eine Skala, die von A bis G reicht. Auf diese Weise soll die Aussagekraft der Energielabel verbessert und der Stromverbrauch differenzierter betrachtet werden. Aufgrund stetiger Optimierungen im Bereich des Stromverbrauchs befinden sich beim derzeit gültigen EU Energielabel zu viele Haushaltsgeräte wie beispielsweise Kühlschränke in den besten Effizienzklassen. Für den Käufer war es somit bisher kaum möglich, auf den ersten Blick zu erkennen, welcher Kühlschrank tatsächlich den geringsten Stromverbrauch aufweist. Die neue Einteilung in die Effizienzklassen A bis G stellt höhere Anforderungen an den sparsamen Verbrauch. Jedoch hat das Folgen: Die meisten der bisher als sehr verbrauchsarm gekennzeichneten Kühlschränke werden künftig mit dem Energielabel D ausgezeichnet. Nach jetzigem Kenntnisstand wird kein Kühlschrank die Voraussetzungen erfüllen, um in die Effizienzklassen A oder B eingeordnet zu werden. Das Ziel ist klar: Die Hersteller sollen einen Anreiz erhalten, den Stromverbrauch der Haushaltsgeräte weiter zu reduzieren.

Veränderte Messmethoden führen zu anderen Ergebnissen beim Stromverbrauch

Die Angaben für den Jahresverbrauch sind nicht einfach auf das neue Label übertragbar. Innovative Messmethoden führen dazu, dass Spülmaschinen deutlich besser abschneiden, wohingegen Kühlschränke schlechtere Verbrauchswerte aufweisen.

 

Was bringt die Umstellung auf die neuen Energielabel?

Es wird künftig einfacher sein, Haushaltsgeräte hinsichtlich der Verbrauchsdaten zu beurteilen, denn die Einteilung ist genauer und differenziert deutlicher. Du siehst auf einen Blick, ob der Kühlschrank oder die Waschmaschine tatsächlich zu den verbrauchsärmsten ihrer Kategorie gehören. Es gibt keine Ballungen mehr in den oberen Energieeffizienzklassen. Außerdem wurden die Prüfverfahren an die realen Nutzungsbedingungen in einem Haushalt angepasst und können deshalb einfacher mit den eigenen Nutzungsgewohnheiten abgeglichen werden. Der ermittelte Jahresverbrauch der Haushaltsgeräte bezieht sich immer auf 100 Durchgänge und lässt sich damit problemlos hinsichtlich der eigenen Nutzungsgewohnheiten umrechnen.

 

 
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