Elektrisch heizen: sinnvolle Alternative zu anderen Heizungsarten?

Redaktionsteam
14. Juli 2020

Die Wahl der Heizungsart hat entscheidenden Einfluss auf die Energieeffizienz des Hauses. Ein Heizungsvergleich ist die beste Möglichkeit, die Entscheidung zu vereinfachen. Dieser Vergleich sollte auch einbeziehen, für welche Heizungsart Sie eine KfW Förderung beantragen können. Auf den ersten Blick scheint es unwirtschaftlich, elektrisch zu heizen, denn eine Kilowattstunde Gas kostet im Vergleich zu einer Kilowattstunde Strom nur ein Drittel. Dementsprechend entscheidet sich die Hälfte aller Bauherren für eine Gasheizung. Der Anteil alternativer Heizungssysteme wie Solarthermie, Pelletheizungen oder Wärmepumpen steigt jedoch ständig.

Für das elektrische Heizen ihres Hauses entscheiden sich sehr wenige Eigentümer. Gibt es Gründe, die für eine elektrische Infrarotheizung sprechen? Kann man auf diese Weise günstig heizen? Es ist sinnvoll, sich in einem Fachbetrieb beraten zu lassen. Hier finden Sie kompetente be.connect Partner, an die Sie sich in Ihrer Region wenden können. Diese werden Ihnen außerdem die Funktionsweise einer modernen elektrischen Heizung genau erläutern.

Wie schneidet elektrisches Heizen beim Heizungsvergleich ab?

Dass elektrisches Heizen vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Erwägungen überhaupt in Betracht gezogen wird, hängt damit zusammen, dass der Heizwärmebedarf drastisch gesunken ist. Neubauten, die mit dem KfW Programm „Energieeffizient Bauen“ gefördert werden, haben einen sehr viel geringeren Heizwärmebedarf. Im Vergleich zu Häusern, die vor 15 bis 20 Jahren gebaut wurden, benötigen moderne Häuser nur 30 Prozent der damals verbrauchten Heizenergie.

In einem derart energieeffizienten Haus fallen bei einer Wohnfläche von 120 Quadratmeter für die Infrarotheizung ungefähr 830 Euro Heizkosten an. Werden alle Kosten einbezogen, die eine Gasheizung verursacht, fallen jährliche Heizkosten von 740 Euro an. Die Entscheidung ist auf den ersten Blick somit eindeutig: Elektrisch heizen ist teurer. Wer günstig heizen möchte, entscheidet sich für eine Gasheizung. Doch diese Rechnung berücksichtigt nicht alle Faktoren.

Heizungsvergleich beweist: Günstig heizen ist mit einer Infrarotheizung möglich

Der Heizungsvergleich zeigt, dass die Investitionskosten für den Einbau einer Infrarotheizung inklusive Solaranlage bei 12.500 Euro liegen. Eine Gas-Brennwertheizung kostet, ebenfalls inklusive einer Solaranlage, knapp 20.000 Euro. Berücksichtigt man bei den jährlichen Kosten die Abschreibung für den alle 20 Jahre notwendigen Austausch des Gasheizkessels, betragen die jährlichen Heizkosten 820 Euro. Die elektrische Heizung verursacht niedrigere Kosten von 780 Euro. Elektrisch zu heizen und günstig zu heizen, schließen sich also nicht aus.

Warum kann man elektrisch günstig heizen?

Kosteneinsparungen ergeben sich beim elektrischen Heizen dadurch, dass Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen und die elektrische Energie für Pumpen und Steuerungen entfallen. Bei der Warmwasserbereitung punktet der Durchlauferhitzer gegenüber der Gasheizung, denn dabei treten kaum Energieverluste auf. Ein weiterer Grund dafür, dass man elektrisch heizen mit dem Wunsch nach günstigem Heizen vereinbaren kann, ist die Konzentration auf einen einzigen Energieträger. Sie benötigen nur noch elektrischen Strom, den Sie mit einer Photovoltaikanlage selbst erzeugen können. Die PV-Anlage deckt 35 Prozent der Heizenergie und -kosten ab.

Photovoltaik Anlagen werden wirtschaftlich betrieben, wenn der erzeugte Strom für den Eigenverbrauch genutzt wird. Lange Zeit war das ein Problem, denn der Strom wird überwiegend in der Mittagszeit produziert, wenn die Sonne am höchsten steht. Der maximale Eigenverbrauch findet jedoch am Morgen und am Abend statt. Um diesen Verbrauch zu einem hohen Anteil zu decken, sind leistungsstarke Speicher erforderlich. Fortschritte im Bereich der Speicher bieten jetzt die Option, bis zu 70 Prozent des Eigenbedarfs an Strom zu decken. Es wird also immer attraktiver, mit einer Photovoltaik Anlage Solarenergie in elektrischen Strom umzuwandeln.

Für wen ist elektrisches Heizen geeignet?

Elektrische Heizungen sind eine Alternative beim Neubau eines energieeffizienten Hauses, das von der KfW Förderung profitiert. In Kombination mit einer PV-Anlage werden Einsparungen erzielt. Im Vergleich zur Gasheizung fallen 35 Prozent weniger Investitionskosten und fünf Prozent geringere Heizkosten an. Um die KfW Förderung zu nutzen, müssen Bauherren allerdings strengere Auflagen als beim Einbau einer Gasheizung erfüllen. Die Zusatzkoste für eine Erweiterung der Dämmmaßnahmen und einen KfW-Sachverständigen sind jedoch keinesfalls so hoch, wie Sie bei den Investitionskosten einsparen. Nutzen Sie unsere Fördermittelsuche, um sich über die Möglichkeiten der finanziellen Förderung zu informieren. In vielen Fällen ist elektrisches Heizen tatsächlich eine sinnvolle Alternative.

 
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