E-Mobilität: Förderung von Ladesäulen

Redaktionsteam
19. November 2020

Die Bundesregierung strebt eine umfassende Förderung der E-Mobilität an, um Anreize für den Kauf von E-Autos zu setzen. Dazu gehören auch finanzielle Anreize für die Installation von Ladestationen an Wohngebäuden, um die dafür notwendige Infrastruktur zu schaffen und Elektroautos direkt an der Wohnung laden zu können. Du besitzt bereits ein modernes Elektroauto, aber noch keinen eigenen Ladepunkt? Dann ist der pauschale Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt eine tolle Chance dies zu ändern um dein E-Auto künftig bequem zuhause laden zu können.

Dein Weg zur geförderten Ladestation

Überprüfung der Voraussetzungen für die Antragstellung

Antragsberechtigt sind Privateigentümer, Mieter (mit Zustimmung des Vermieters), Wohnungseigentümergesellschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger, die Möglichkeiten schaffen möchten, Elektroautos zu laden.

Die wichtigste Voraussetzung für den Erhalt der Förderungen ist, dass es sich bei der Immobilie um einen Bestandsbau handelt. Ladepunkte an Neubauten erhalten keine Förderungen. Sobald das Gebäude jedoch bezogen wurde, gilt der Neubau als Bestandsbau und kann somit von der finanziellen Förderung profitieren. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Ladestation auf deinem privaten, öffentlich nicht zugängigen Grundstück, errichtet wird. Geeignete Standorte sind die Garage, der Carport oder ein privater Parkplatz. Der Betrieb der Ladestation muss zu einhundert Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien erfolgen. Den dafür erforderlichen Nachweis kannst du beispielsweise mit einem Grünstromliefervertrag erbringen oder damit, dass du den Strom in einer Photovoltaikanlage selbst erzeugst.

Tipp: Dein Stromversorger bietet keinen Grünstromvertrag an? Den Wechsel zu einem anderen Versorger kannst du mit wenigen Schritten online erledigen. Du möchtest noch mehr für die Umwelt tun? Dann informiere dich bei deinem Elektriker über die Möglichkeit, Strom mit einer Photovoltaikanlage selbst herzustellen. Für diese Investition kannst du ebenfalls staatliche Fördermittel beantragen.

Einholen von Angeboten

Wenn du grundsätzlich antragsberechtigt bist, geht es im nächsten Schritt darum, Angebote einzuholen. Du kannst dazu einen Termin mit dem Elektriker deines Vertrauens vereinbaren. Dieser wird gemeinsam mit dir eine Bestandsaufnahme der aktuellen Hausinstallation vornehmen. Daran anschließend werden die Maßnahmen erörtert, die erforderlich sind, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb der Ladestation für dein Elektroauto am gewünschten Standort zu gewährleisten. Gemeinsam wählt ihr dann aus der Liste der förderfähigen Ladestationen das für dich passende Modell aus und du erhältst einen Kostenvoranschlag von deinem Elektriker. Mit diesem Kostenvoranschlag kannst du jetzt den Antrag auf Förderung stellen. Wichtig: du erhältst die Förderung von 900 Euro pro Ladepunkt nur dann, wenn die Kosten für die Beschaffung und Installation insgesamt 900 Euro überschreiten.

Tipp: Du kennst keinen geeigneten Elektriker? Kein Problem! Auf be.connect findest du qualifizierte Fachpartner in deiner Umgebung.

Antrag auf Förderungen stellen

Der Antrag wird mit dem Förderprodukt KfW-440 auf dem KfW-Zuschussportal gestellt .

Tipp: Antrag rechtzeitig stellen. Um die Förderung zu erhalten, ist es wichtig, dass du den Antrag auf Förderung stellst und eine Förderzusage erhalten hast, bevor du den Auftrag an deinen Elektriker vergibst.

Förderzusage erhalten

Herzlichen Glückwunsch - Jetzt ist der Weg frei, um deine eigene Ladestation für dein E-Auto installieren zu lassen. Dein Elektriker wird die von euch ausgewählte Ladestation installieren und diese bei deinem zuständigen Netzbetreiber anmelden.

Abnahme der Anlage

Ist die Ladestation erfolgreich angeschlossen und angemeldet, nimmst du die Anlage ab und erhältst dazu ein Abnahmeprotokoll. Die Installation ist damit erfolgreich beendet. Du kannst nun dein Elektroauto einfach zuhause laden und somit komplett auf E-Mobilität umsteigen.

Projekt abschließen und Förderungen erhalten

Nach Erhalt und Begleichung der Rechnung über die Material- und Einbaukosten, kannst du diese Mithilfe des Dokumentenuploads auf dem Zuschussportal der KfW einreichen. Der Zuschuss von 900 Euro wird direkt auf dein Konto überwiesen.

Tipp: Zeitlimit beachten. Du hast nach Antragstellung neun Monate Zeit, das Projekt „E-Mobilität“ abzuschließen und den Ladepunkt installieren zu lassen.

 
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