Bundesförderung für effiziente Gebäude: Was verbirgt sich dahinter?

Redaktionsteam
14. Juni 2021

Für die Erreichung der ehrgeizigen Klimaziele ist es notwendig, die Einsparpotenziale bei Wohn- und Nichtwohngebäuden stärker zu nutzen, denn diese sind für einen großen Teil des gesamten CO2-Austoßes verantwortlich. Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die in drei Schritten ab Januar 2021 in Kraft getreten ist, wurde beschlossen, um dahingehend noch bessere Anreize zu setzen. Ziel ist die stärkere Einbeziehung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in die Förderung, um das energetische Niveau der Gebäude zu verbessern. Zu diesem Zweck wurde mit der BEG ein einheitlicher Rahmen geschaffen, der die vier KfW-Förderprogramme bündelt und außerdem eine einfachere Beantragung der Fördermittel ermöglicht.

 

Inkrafttreten der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude

Das BEG zur Förderung effizienter Gebäude wurde in drei Teilprogramme aufgeteilt:

  • 1. Wohngebäude ab 01.07.2021
  • 2. Nichtwohngebäude ab 07.07.2021
  • 3. Einzelmaßnahmen seit 01.01.2021

Bundesförderung für effiziente Gebäude: Was wird gefördert?

Es werden Nachhaltigkeitsmaßnahmen gefördert, die das energetische Niveau des Gebäudes verbessern und damit die CO2-Emissionen reduzieren:

  • Gebäudehülle (Dämmung, Austausch von Türen und Fenstern): mit 20 Prozent
  • Anlagentechnik (z. B. Einbau und Austausch oder Optimierung raumlufttechnischer Anlagen): mit 20 Prozent
  • Erneuerbare Energien für Heizungen (z. B. Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Hybridheizungen oder Solarthermieanlagen) mit 20 bis 45 Prozent
  • Anschluss an ein erneuerbares Gebäude- oder Wärmenetz mit 30 bis 45 Prozent
  • Maßnahmen zur Heizungsoptimierung (z. B. hydraulischer Abgleich inklusive des Austauschs von Heizungspumpen und notwendiger Elektroarbeiten) mit 20 Prozent
  • Fachplanung und Baubegleitung mit 50 Prozent bis zu einem Betrag von 20.000 Euro pro Antrag und Kalenderjahr
  • Notwendige Vorarbeiten für die Umsetzung der Maßnahme (z. B. Ausbau und Entsorgung einer Altheizung)
  • Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbrauchsoptimierung (z. B. Efficiency Smart Home)

Bundesförderung für effiziente Gebäude: Welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen sind förderfähig?

Neben den oben genannten Maßnahmen sind weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen förderfähig. Es werden beispielsweise notwendige Elektroarbeiten gefördert, mit denen eine digitale Systemtechnik installiert wird. Durch die stärkere Einbindung moderner Systemtechnik sollen die Vorteile digitaler Technologien im Bereich der Gebäudetechnik genutzt werden, um die Energieeffizienz zu optimieren. Beispiele für förderfähige digitale Systemtechnik sind:

  • Smart Meter, Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik (z. B. für Heizungs-, Beleuchtungs-, Lüftungs- bzw. Klimatechnik, Wohnungsdisplays, elektronische Raumthermostate, Sensoren)
  • Schalttechnik, Tür- und Antriebssysteme (z. B. intelligente Türsysteme mit personalisierten Zutrittsrechten)
  • Energiemanagementsysteme, Einregulierung (z. B. Inbetriebnahme, Einstellarbeiten zur Inbetriebnahme der Heizung)
  • Notwendige Elektroarbeiten (z. B. notwendige Verkabelungen)

 

Bundesförderung für effiziente Gebäude: Wofür ist keine Förderung vorgesehen?

Es werden lediglich Nachhaltigkeitsmaßnahmen gefördert, die einen positiven Einfluss auf die Energieeffizienz des Hauses haben. Nichtförderfähig sind Endgeräte und Unterhaltungselektronik wie beispielsweise Smartphones, Tablets, Computer, Fernseher oder Lautsprecher. Das gilt auch für mobile Devices, die zur Steuerung der Systemtechnik genutzt werden können.

Was zeichnet die Bundesförderung für effiziente Gebäude aus?

Die gesamte BEG wurde von der Europäischen Kommission als beihilfefrei eingestuft. Das führt zu einer wesentlichen Vereinfachung des Antragsprozesses. Künftig entfällt in allen Fällen eine beihilferechtliche Prüfung und eine Kürzung der Förderung aus beihilferechtlichen Gründen ist damit ausgeschlossen. Die BEG legt fest, dass vorgegebene energetische Standards erreicht werden müssen. Diese Standards werden in unterschiedlichem Umfang gefördert. Dabei wird jedoch die systemische Förderung von Wohn- und Nichtwohngebäuden weitgehend angeglichen.

 

Wer ist antragsberechtigt?

Eigentümer, Pächter, Mieter und Bauunternehmer können die Bundesförderung für effiziente Gebäude beantragen. Wie hoch die Zuschüsse sind, hängt vom erreichten Energiestandard ab. Werden Erneuerbare Energien genutzt, erhöht sich der Fördersatz. In unserer Rubrik be.connect Fördermittelsuche findest du alle Informationen zur BEG um dir die Beantragung der Fördergelder zu erleichtern.

 

Welche Nachweise sind erforderlich?

Du benötigst die Bestätigung eines Experten. Eine Liste mit geprüften Energieeffizienz-Experten findest du hier. Außerdem dienen Herstellernachweise zu den Produktmerkmalen, Funktionen und Eigenschaften der jeweils eingesetzten Technik (z. B. in Form einer Fachunternehmererklärung) als Nachweis. Darüber hinaus solltest du die Rechnungen und Nachweise über die geleisteten Zahlungen und eine Aufstellung der förderfähigen Investitionsmaßnahmen und -kosten bei der Antragstellung einreichen.

 
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