Barrierefreies Bad: Was sollte man bei der Planung beachten?

Redaktionsteam
12. März 2021

Sie planen die Sanierung Ihres Badezimmers? Immer mehr Bauherren entscheiden sich beim Neubau und bei der Sanierung für ein barrierefreies Bad. Ein barrierefreies Badezimmer bedeutet mehr Komfort – in jedem Lebensalter. Der schwellenlose Zugang zum Badezimmer und zur Dusche erleichtert die Nutzung ganz erheblich. Ein barrierefreies Bad ist eine wichtige Voraussetzung dafür, bis ins hohe Alter im eigenen Zuhause leben zu können. Moderne Sanitärobjekte ermöglichen es außerdem problemlos, das Bad barrierefrei und gleichzeitig modern zu gestalten. Für die Planung Ihres Bads sollten Sie in jedem Fall die Beratung eines Experten nutzen. Sie wissen nicht, welcher Sanitärfachmann der geeignete Ansprechpartner ist? Kein Problem: Klicken Sie sich einfach in die Handwerkersuche auf be.connect, um kompetente Fachpartner in Ihrer Region zu finden.

Welche Anforderungen muss ein barrierefreies Bad erfüllen?

Ein barrierefreies Bad können Sie mit Fördermitteln einfacher finanzieren. Mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen wird Ihr Badprojekt erheblich erleichtert. Damit der Antrag auf Förderung Erfolg hat, muss ein barrierefreies Bad einige Anforderungen erfüllen. In der Rubrik Fördermittelsuche haben wir alle aktuellen Informationen zu Förderprogrammen zusammengestellt und geben Ihnen wichtige Tipps für die Antragstellung.

Ein barrierefreies Bad bietet den Nutzern mehr Platz, sodass eine größere Fläche benötigt wird. Es muss zwischen den verschiedenen Sanitärobjekten (Toilette, Badewanne, Dusche und Waschtisch) jeweils mindestens 20 Zentimeter Platz frei bleiben. Zur Wand ist ein Abstand von mindestens 30 Zentimetern vorgeschrieben. Vor den Sanitärobjekten ist der Platzbedarf ebenfalls größer. Ein durchschnittlicher Erwachsener benötigt eine Fläche von ungefähr 60 mal 60 Zentimeter vor der Toilette, dem Waschtisch oder der Dusche. Wer jedoch in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, benötigt 1,20 mal 1,20 Meter Fläche. Als rollstuhlgerecht gilt ein barrierefreies Bad erst, wenn jeweils 1,50 mal 1,50 Meter Fläche zum Manövrieren zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund ist es in älteren Gebäuden häufig erforderlich, die Raumaufteilung zu verändern, damit das Badezimmer eine größere Grundfläche erhält. Achten Sie darauf, gut erreichbare Lichtschalter, Türgriffe und Steckdosen einzuplanen. Badewannentüren oder barrierefreie Duschbadewannen mit Einstieg erleichtern es bewegungseingeschränkten Menschen, die Badewanne zu nutzen.

Wie groß muss der Duschbereich eines barrierefreien Badezimmers sein?

Gemäß DIN 18040-2 muss ein barrierefreier Duschbereich 1,20 mal 1,20 Meter groß und mit einem rutschhemmenden Belag sowie Haltegriffen ausgestattet sein. Ein barrierefreies Bad verfügt über eine ebenerdig eingebaute Dusche, sodass es möglich ist, den Duschbereich mit einem Rollator zu nutzen. Die Tür zum Duschbereich sollte sich nach außen öffnen lassen und ebenso wie die Badezimmertür mindestens 80 bis 90 Zentimeter breit sein. Außerdem muss man das Bad barrierefrei ohne Türschwellen betreten können.

 

Wie sollte der Waschtisch gestaltet sein?

Der barrierefreie Waschtisch sollte mit einem Rollstuhl unterfahrbar sein und genug Beinfreiheit bieten, sodass man sich sitzend waschen kann. Dafür eignet sich eine Montagehöhe von 80 Zentimeter. Ein seitlich schwenkbarer Wasserhahn und Stützgriffe erleichtern die Nutzung. Der Spiegel sollte mindestens 100 Zentimeter hoch sein, sodass man sich sowohl im Stehen als auch im Sitzen betrachten kann. Mit einem Verbrüh-Schutz ausgestattete Armaturen und rutschhemmende Fliesen sorgen für Sicherheit.

Was tun im Notfall?

Eine Lichtrufanlage erhöht die Sicherheit im barrierefreien Bad, denn sie ermöglicht es den Nutzern, sich in einer Notsituation bemerkbar zu machen. Im Bad wird ein sogenannter Zugtaster installiert, der im Notfall einfach betätigt werden kann. Dadurch wird eine Signalleuchte mit einem Summer aktiviert, um Menschen, die sich in anderen Räumen befinden, auf die Notsituation aufmerksam zu machen. Lichtrufanlagen werden vorrangig in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen genutzt. Ob eine Lichtrufanlage installiert werden soll, hängt von den Bedürfnissen der Nutzer ab. Wenn Sie alleine wohnen bietet es sich an ein Notrufarmband zu tragen mit dem Sie im Notfall Hilfe holen können. Ein Notrufarmband hat den Vorteil, dass es am Handgelenk immer griffbereit ist.

 
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